Feuerwehr & Dienstunfähigkeit:
Was gilt wann?
Berufsfeuerwehr vs. freiwillige Feuerwehr — beamtenrechtliche Unterschiede, G26-Tauglichkeit und Absicherung erklärt.
Dienstunfähigkeit bei der Feuerwehr – was gilt wo?
Die beamtenrechtliche Dienstunfähigkeit gilt nur für Beamte – und das ist entscheidend für die Frage, welche Versicherung sinnvoll ist. Einen Gesamtüberblick liefert unsere Seite zur Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte.
Beamtenrechtliche DU möglich
Beamte der Berufsfeuerwehr unterliegen dem Beamtenrecht (§ 26 BeamtStG). Dienstunfähigkeit liegt vor, wenn sie wegen ihres körperlichen Zustands oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind, die Dienstpflichten zu erfüllen.
Besonders relevant: Die G26-Untersuchung für Atemschutzgeräteträger. Wer die Atemschutztauglichkeit verliert, kann ggf. in andere Bereiche umgesetzt werden – ist das nicht möglich, wird ein DU-Verfahren eingeleitet.
- Staatliches Ruhegehalt bei DU nach Beamtenrecht
- Höhe abhängig von Dienstjahren und Besoldungsgruppe
- Versorgungslücke bleibt – DU-Versicherung empfehlenswert
Kein Beamtenstatus – private Absicherung trotzdem sinnvoll
Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr sind Ehrenamtliche, keine Beamten. Es gibt keine beamtenrechtliche Dienstunfähigkeit für sie. Sie haben keinen Anspruch auf beamtenrechtliches Ruhegehalt.
Wer im Hauptberuf verbeamtet ist (z.B. als Lehrer, Polizist oder Verwaltungsbeamter), kann und sollte eine DUV für dieses Beamtenverhältnis abschließen. Für alle anderen gilt: Eine private BU-Versicherung sichert den Einkommensausfall ab.
- Keine beamtenrechtliche DU-Absicherung
- Private BU-Versicherung sinnvoll
- Bei Hauptberuf als Beamter: DUV für das Beamtenverhältnis
DU-Versicherung für Feuerwehrbeamte
Für Beamte der Berufsfeuerwehr gelten dieselben Grundsätze wie für andere Beamte – mit besonderen Anforderungen an die Police. Beamtenberatung24 prüft die Bedingungen für Sie.
Beamte der Berufsfeuerwehr sollten eine DU-Versicherung mit echter DU-Klausel abschließen. Das amtsärztliche Gutachten muss von der Versicherung ohne eigene Nachprüfung akzeptiert werden.
Besonders wichtig: Die Police sollte keine Ausschlussklauseln für Einsatzverletzungen oder Erkrankungen durch Rauch- und Schadstoffbelastung enthalten. Wir prüfen das vor der Antragstellung für Sie.
Eine frühe Absicherung – bereits in der Ausbildung oder zu Beginn der Beamtenlaufbahn – spart Beiträge und sichert die besten Konditionen.
Jetzt DU-Schutz anfragenAuf diese Klauseln achten
- Echte DU-Klausel (amtsärztliches Gutachten bindend)
- Kein Ausschluss von Einsatzverletzungen
- Psychische Erkrankungen mitversichert
- Keine Ausschlüsse für Rauch-/Schadstoffbelastung
- Nachversicherungsgarantie bei Statuswechsel
- Weltweiter Versicherungsschutz
Die Versorgungslücke für Feuerwehrbeamte
Beispielrechnung: Brandmeister A8, 8 Dienstjahre.
Ein Brandmeister (A8, Brutto ca. 3.200 €, Netto ca. 2.400 €) erhält nach 8 Dienstjahren bei Dienstunfähigkeit das Mindestruhegehalt (~35 %). Netto verbleiben ca. 1.050–1.200 €. Monatliche Versorgungslücke: 1.200–1.400 €.
Mit einer passend bemessenen DU-Rente schließen Sie diese Lücke vollständig.
Versorgungslücke berechnen lassenBeispiel: Brandmeister A8, 8 Dienstjahre
* Beispielhafte, vereinfachte Rechnung. Tatsächliche Werte abhängig von Bundesland, Besoldungsgruppe und Dienstjahren.
Wie groß ist Ihre Versorgungslücke?
Berechnen Sie anhand Ihrer Besoldungsgruppe und Dienstjahre, wie viel monatliche DU-Rente Sie benötigen.
Ihre Angaben
Alle Felder wirken sich live auf das Ergebnis aus.
* Schätzung auf Basis Bundesbesoldung 2025 ( § 14 BeamtVG). Abweichungen nach Bundesland, Steuerklasse, Familienzuschlag möglich. Versorgungsabschläge ( § 14 Abs. 3 BeamtVG, max. 10,8 %) nicht eingerechnet. Kein Rechtsanspruch.
Ihre Berechnung
Grundgehalt brutto
A10, Stufe 3
Nettogehalt (geschätzt)
inkl. Familienzuschlag
Ruhegehaltssatz
5 J. × 1,79375 %
Ruhegehalt netto (geschätzt)
bei sofortiger DU
59% Ihres Nettogehalts fehlen bei DU
Empfohlene DU-Rente
zum Schließen der Lücke
Fragen zur Dienstunfähigkeit bei der Feuerwehr
01Gilt die Dienstunfähigkeitsversicherung auch für die freiwillige Feuerwehr?
Nicht im beamtenrechtlichen Sinne. Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr sind Ehrenamtliche, keine Beamten – daher gibt es keine beamtenrechtliche Dienstunfähigkeit. Wer jedoch im Hauptberuf verbeamtet ist (z.B. als Lehrer oder Verwaltungsbeamter), kann eine DUV für dieses Beamtenverhältnis abschließen. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) bleibt auch für freiwillige Feuerwehrleute sinnvoll.
02Welche Tauglichkeitsvoraussetzungen gelten bei der Berufsfeuerwehr?
Bei der Berufsfeuerwehr ist die G26-Untersuchung (Atemschutztauglichkeit) eine zentrale Voraussetzung. Wer die Atemschutztauglichkeit verliert, kann nicht mehr im Einsatzdienst eingesetzt werden. In solchen Fällen wird geprüft, ob eine Umsetzung in andere Bereiche (z.B. Leitstelle, Verwaltung) möglich ist. Ist das nicht möglich, kann ein Dienstunfähigkeitsverfahren eingeleitet werden.
03Worauf sollten Feuerwehrbeamte bei der DU-Klausel achten?
Entscheidend ist eine echte Dienstunfähigkeitsklausel: Der Versicherer akzeptiert die amtsärztlich festgestellte Dienstunfähigkeit, ohne einen eigenen, strengeren Maßstab anzulegen. Zusätzlich sollte die Police keine Ausschlüsse für Einsatzverletzungen oder Erkrankungen durch Rauch- und Schadstoffbelastung enthalten und psychische Erkrankungen mitversichern. Prüfen Sie die Bedingungen vor der Antragstellung genau.
04Kann ich als Feuerwehranwärter schon eine DU-Versicherung abschließen?
Ja – und das ist empfehlenswert. In den ersten fünf Dienstjahren besteht bei krankheitsbedingter Dienstunfähigkeit in der Regel kein Anspruch auf Ruhegehalt; Anwärter werden bei einer Entlassung lediglich in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Wer früh abschließt, profitiert außerdem von niedrigen Beiträgen und einem meist noch guten Gesundheitszustand. Staffeltarife mit Nachversicherungsgarantie lassen sich nach der Verbeamtung ohne erneute Gesundheitsprüfung aufstocken.
05Haben Feuerwehrbeamte Anspruch auf Heilfürsorge?
In vielen Bundesländern erhalten Beamte der Berufsfeuerwehr im Einsatzdienst freie Heilfürsorge – die Regelungen unterscheiden sich jedoch je nach Bundesland. Wichtig: Die Heilfürsorge deckt Krankheitskosten ab, nicht den Einkommensverlust bei Dienstunfähigkeit. Die Versorgungslücke zwischen aktiven Bezügen und Ruhegehalt schließt nur eine DU-Versicherung.
Dienstunfähigkeit betrifft alle Beamten
Jede Berufsgruppe hat eigene Risikofaktoren und spezifische DU-Klauseln. Erfahren Sie, wie andere Beamtengruppen optimal abgesichert sind.
Psychische Gründe wie Burnout und Depression sind die häufigste DU-Ursache. Sonderklauseln für Referendare verfügbar.
Körperliche Einsatzrisiken, psychische Traumata und echte Vollzugs-DU-Klauseln — entscheidend für lückenlosen Schutz.
Einsatzbedingte DU, Wehrdienstbeschädigungen und besondere Risikoklauseln — Absicherung mit besonderem Fokus nötig.
Schichtarbeit und Grenzkontrollen erhöhen das körperliche und psychische Risiko. Bundeseinheitliche Versorgungsregeln.
Gewalterfahrungen, PTBS und Schichtdienst gehören zu den Hauptursachen für Dienstunfähigkeit im Vollzugsdienst.
Grundlagen, Klauseltypen, Tarifvergleich und alles Wichtige zur Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte auf einen Blick.
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